training - weiterbildung

Eine Weisheit lehrt uns, man habe nie ausgelernt. Dabei scheint die Laufbahn als Lernende mit dem Abschluss der Schule oft sein Ende gefunden zu haben. Mit dieser Einstellung jedenfalls ist man in früheren Jahren aufgewachsen, viele absolvierten vielleicht noch eine einfache Lehre, doch weiter in die Schule zu gehen war eher verpönt.

Heutzutage ist das freilich ganz anders: Die Schule verlässt man nicht schon mit 16 Jahren, man will Training fürs Leben, sich fachkundig ausbilden lassen und bleibt während vielen Jahren Studierende. Auch in der Erwachsenenbildung tut sich einiges. Ältere Generationen entdecken das Lernen neu und was sie mit den jungen Menschen verbindet ist die Tatsache, dass nur eine gute Bildung einem im Leben weiter bringt. Auch das eine Weisheit die man aus früheren Tagen kennt - eine Weisheit aber, die man sich erst jetzt wieder zu Herzen nimmt.

So erstaunt es nicht, dass in den vergangenen Jahren die Statistiken über die Belegung von Weiterbildungskursen eine steigende Tendenz aufweisen. Immer mehr Erwachsene, deren Kinder nicht mehr eine ganztägige Betreuung benötigen, gehen selber wieder zu Schule und lassen sich in ihrem angestammten Beruf zum Wiedereinstieg fit machen. Aber auch Arbeitstätige erleben ein sich immer schneller wandelndes Umfeld. Klar im Vorteil ist darin, wer sich nicht auf vor langer Zeit erworbenes Wissen verlässt, sondern sich stets weiterbildet.

Alleine die Hilfsmittel in einem Büro haben sich in den letzten zehn Jahren revolutioniert. Wo früher ein Faxgerät stand, werden heute Dokumente im PDF-Format verschickt. Auch die Ansprüche an einen gewöhnlichen Angestellten sind höher als noch vor einigen Jahren. So ist Personal mit Fremdsprachenkenntnissen sehr gefragt und wer nebenher buchhalterische Kenntnisse hat und sich auf gepflegte Weise auch in der deutschen Sprache auszudrücken vermag, hat klar die besten Möglichkeiten im Arbeitsmarkt und kann durchaus auch mit jungen Schulabgängern mithalten. Viele Unternehmen setzen laut den selben Statistiken auch vermehrt auf ältere Mitarbeiter, da sie mit ihrer Routine und Gelassenheit, Situationen besser einzuschätzen im Stande sind und sich in einem Team viel besser integrieren können.

Die berufliche Weiterbildung ist demnach die häufigste Art, wie sich ein Erwachsener für künftige Aufgaben fit halten kann. Nichts ist naheliegender, als sich im Metier, in dem man sich auskennt, immer auf dem neusten Stand zu halten. Eine solche Investition bringt nicht nur den Mitarbeitenden Training für den Kopf, sondern erlaubt es auch der Firma Kosten zu sparen, indem besondere Leistungen, wie beispielsweise eine Übersetzung, Buchhaltung oder gar Rechnungsabschlüsse nicht teuer eingekauft werden müssen, sondern vom eigenen, bewährten Personal erledigt werden können. Mit der beruflichen Weiterbildung schafft man sich auch die Gewissheit, in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten nicht bei den ersten zu sein, die ihre Stelle verlieren werden.

Diese Sichtweise sollten Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber bedenken, wenn das Unternehmen auch in Zukunft vorne dabei sein soll. Nur wer eine ausgezeichnete und immer wieder aufgefrischte Bildung hat, nur wer ein gut aus- und weitergebildetes Personal verfügt, wird langfristig Erfolg haben.